Vitamin-D-Mangel? So gleichst Du ihn aus

Autor: Anna-Lena Becker • Fachliche Prüfung: Dr. Christian Keinki
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Krebs kann zu Vitamin-D-Mangel führen. Was Du vor einer Einnahme beachten solltest, erfährst Du hier.

In diesem Artikel erfährst Du,

  • warum Vitamin D für Deinen Körper wichtig ist,
  • welche Rolle Vitamin D speziell bei Krebs spielt,
  • was Du vor der Einnahme von Vitamin D beachten solltest

Vitamin D kann möglicherweise den Verlauf einer Krebserkrankung verbessern. Darauf weisen Studien hin. Deshalb sollte Dein Behandlungsteam prüfen, ob Du ausreichend Vitamin D im Körper hast. So kann es einen Vitamin-D-Mangel rechtzeitig ausgleichen. Nimm Vitamin D nicht ohne Absprache mit Deinem Behandlungsteam ein.

Welche Wirkung hat Vitamin D im Körper?

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, welches wir zu 10-20% über die Nahrung zu uns nehmen. Der Hauptteil wird zu 80-90% über Sonnenstrahlen (UVB-Strahlen) durch unsere Haut gebildet. Deshalb wird auch von dem “Sonnen-Vitamin” gesprochen.

Seit langer Zeit ist bekannt, dass Vitamin D unsere Knochen unterstützt. Therapeutisch wird es zum Beispiel bei Osteoporose eingesetzt. Schützende Effekte auf verschiedene Erkrankungen werden vermutet und erforscht.

Warum kommt es zu einem Mangel an Vitamin D?

Der größte Anteil an Vitamin D wird über die Haut durch die UVB-Sonnenstrahlung gebildet. Dafür müssen die Sonnenstrahlen jedoch eine ganz bestimmte Wellenlänge besitzen. Das ist nur in einigen Breitengeraden der Fall. In Deutschland haben wir von März bis Oktober die Chance, über diesen Weg Vitamin D zu bilden. Da Vitamin D fettlöslich ist, kann es im Körper gespeichert werden, sodass der Körper Reserven für die Wintermonate hat.

Warum besteht für Dich während der Krebstherapie ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Vitamin D?

Eine Krebserkrankung kann dazu führen, dass Du weniger aktiv sein und Dich weniger draußen aufhalten kannst. Hinzu kommt, dass Zytostatika in den Vitamin D-Stoffwechsel eingreifen und zu einem Mangel beitragen können. Einige Zytostatika können Deine Haut lichtempfindlicher machen, sodass Du Dich nicht draußen in der direkten Sonne aufhalten darfst.

Welche Wirkungen hat Vitamin D bei Krebs?

  • Es gibt Studien, die auf eine vorbeugende Wirkung von Vitamin D auf bestimmte Krebsarten, wie zum Beispiel Brustkrebs, hindeuten.
  • Andere Studien zeigen, dass sich der Verlauf einiger Krebserkrankungen bei guten Vitamin D Werten verbessert.
  • Auch bei Nebenwirkungen, wie Muskel- und Gelenkschmerzen während einer Antihormontherapie, kann Vitamin D möglicherweise die Beschwerden lindern.

Die Daten sprechen dafür, dass ein Vitamin-D-Mangel ausgeglichen werden sollte.

Wie kannst Du einen Vitamin-D-Mangel ausgleichen?

Dies kannst Du über drei Wege tun:

  1. Iss Nahrungsmittel, die viel Vitamin D enthalten, wie fetten Seefisch, bestimmte Innereien und Speisepilze sowie Eier.
  2. Tanke zwischen März und Oktober viel Sonne. Halte dazu Dein Gesicht, Hände und Arme unbedeckt ohne Sonnenschutz für ca. 15-20 Minuten in die Sonne. Achtung: Ohne Sonnenschutz nicht länger als die Hälfte Deiner Eigenschutzzeit. Meide Mittagssonne. Gehe bitte gar nicht in die direkte Sonne, wenn Du Medikamente einnimmst, die Deine Haut sonnenempfindlich machen!
  3. Kläre mit Deinem Behandlungsteam, ob Du Vitamin D in Tablettenform einnehmen solltest. Mach das nicht in “Eigenregie”! Denn zuvor sollte Deine körpereigene Konzentration an vorhandenem Vitamin D bestimmt werden. Dies geschieht durch eine Blutabnahme. Je nachdem wie hoch Dein Wert ist, wird die Menge an Vitamin D ausgerechnet, die Du bis zum Erreichen einer optimalen Konzentration benötigst. Das kann anfangs deutlich mehr sein. Die Zielwerte liegen zwischen 40-60 ng/ml, bzw. 100-150 nmol/l. Wenn Du keinen Mangel hast, solltest Du nicht zusätzlich Vitamin D einnehmen.

Zusammengefasst

Es gibt viele Hinweise, dass Vitamin D einen positiven Effekt auf den Verlauf einer Krebserkrankung hat. Ein Mangel sollte ausgeglichen werden.

Das kannst Du tun

  • Falls nicht bekannt, solltest Du Deinen Vitamin D Wert bestimmen lassen.
  • Einen Mangel ausgleichen – sprich Dich dazu mit Deinem Behandlungsteam bezüglich der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels und dessen Dosierung ab.
  • Achte wenn möglich auf die körpereigene Produktion des Vitamin D über Sonne und Lebensmittel.

 

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