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Schnelle Hilfe in finanziellen Notlagen-Der Härtefonds

Schnelle Hilfe in finanziellen Notlagen-Der Härtefonds

Der Härtefonds der Deutschen Krebshilfe hilft in finanziellen Notlagen. Hier erfährst Du wie Du diese Hilfe erhalten kannst

Deine Erkrankung kann eine große Belastung für Dich und Deine Angehörigen darstellen, auch finanziell. Vor allem, wenn der Verlauf langanhaltend ist, kannst Du auf Unterstützung angewiesen sein. Diese kann dafür sorgen, dass Du Dir zumindest finanziell keine weiteren Sorgen machen musst. Für kurzfristige Engpässe ist der Härtefonds der Deutschen Krebshilfe eine wichtige Hilfe.


Schnelle Hilfe

Der durch Spenden finanzierte Härtefonds der Deutschen Krebsgesellschaft ist darauf ausgelegt, sofort schnelle Hilfe zu leisten. Die Unterstützung ist ausschließlich zur privaten Verwendung im Inland gedacht. Erklärtes Ziel der Gesellschaft ist eine unbürokratische Abwicklung.

Um eine Auszahlung aus dem Härtefonds zu erhalten musst Du einen Antrag stellen. So kann geprüft werden, ob Du die Voraussetzungen für eine Auszahlung erfüllst.

Garantien für die Auszahlung oder einen gesetzlichen Anspruch gibt es aber nicht. Die Summe kann nur ein einziges Mal ausgezahlt werden und das auch nur, wenn alle anderen Möglichkeiten (unter anderem auch mögliche Zahlungen der Krankenkasse oder Sozialhilfe) ausgeschöpft wurden.


Voraussetzungen

Die Höhe der Auszahlung ist abhängig von Deinem Familieneinkommen. Dein verfügbares Einkommen darf nicht über 409 Euro liegen. Werden zwei Personen veranlagt, liegt die Grenze bei 646 Euro und bei drei Personen 937 Euro.

Abhängig von der Bedürftigkeit bekommst Du zwischen 410 und 800 Euro.

Sollte das nicht ausreichen, kannst Du Dich von der Deutschen Krebshilfe beraten lassen, welche weiteren Fonds eventuell noch infrage kommen könnten.


Antrag

Den Antrag (PDF) kannst Du Dir im Internet herunterladen.

Hier musst Du neben Deinen persönlichen Daten angeben, wie viele Personen zum Haushalt gehören, wer das ist und wie viel Geld Deinem Haushalt insgesamt zur Verfügung steht. Eingerechnet werden alle Einkünfte, auch Kindergeld, Erziehungsgeld, Rente, Mieteinnahmen, Zinsen und Wohngeld. Aber auch die Ausgaben werden abgefragt, inklusive Versicherungen, Unterhaltszahlungen, Steuern, Ratenzahlungen, Nebenkosten usw.

Ein ärztliches Attest gehört zum Antrag. Der Arzt muss unter anderem Deine Diagnose und das Datum der Feststellung benennen.

Den Antrag solltest Du rechtzeitig stellen, sobald erkennbar wird, dass es zu einem finanziellen Engpass kommen wird.

Hilfe bei der Bearbeitung der Anträge können die Krankenkasse oder die Sozialdienste der Krankenhäuser leisten.


Wichtige Nachweise

Fehlen die geforderten Nachweise ist eine Auszahlung aus Härtefonds nicht möglich. Die Angaben müssen aktuell und von einer öffentlichen Institution abgestempelt sein. Der Antrag muss nicht von Dir selbst ausgefüllt werden, wenn Du nicht dazu in der Lage bist. Es muss aber gesondert auf dem Antrag vermerkt werden.

Wenn Du weitere Unterlagen vorliegen hast, die den Härtefall deutlich machen (z. B. Bericht eines Sozialdienstes oder einer Beratungsstelle) füge sie dem Antrag immer bei.

Weitere Informationen zu finanziellen Hilfen findest Du in der Kategorie Recht und Finanzen.

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