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Gegen Fake-News in Coronakrise - Informieren ohne Panik

Gegen Fake-News in Coronakrise - Informieren ohne Panik

Die Corona-Krise macht vielen Angst. Fake-News verstärken die Verunsicherung. Dagegen helfen umfassende Informationen.

Was Du erfährst
Krebs und Depressionen treten oft zusammen auf. Häufig fühlen sich Betroffene nicht gut informiert. Du kannst Deine Ängste durch Gespräche mit Deinem Behandlungsteam, Selbsthilfegruppen und Unterstützung in der Familie reduzieren.


Warum das wichtig für Dich ist
Vermutlich verstärkt die Corona-Krise Deine Sorgen um Deine Gesundheit. Suche Dir Unterstützung, damit die negativen Gedanken nicht Überhand nehmen.


Was Du jetzt tun kannst
● Mache Dir bewusst, was bei Dir negative Gedanken und Ängste erzeugt.
● Stelle Deinem Behandlungsteam alle Fragen über Deine Erkrankung, die dich beunruhigen, gerade auch in Bezug auf Covid-19.
● Nimm Kontakt zu Psychoonkologen oder Selbsthilfegruppen auf.

Lebensfreude und Optimismus sind Eigenschaften, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern und uns an bestimmte Menschen in unserem Umfeld denken lassen, die diese Charakterzüge besonders verkörpern. Vielleicht lassen sie uns auch an uns selbst in bestimmten Lebensphasen denken. Es sind positive Eigenschaften, positive Wörter, mit denen wir als Menschen gerne in Verbindung gebracht werden.

Angst und Depressivität hingegen sind negativ besetzte Zustände. Sie beschreiben dunklere Seiten des Lebens, mit denen man sich nicht allzu viel beschäftigen möchte. Doch gerade in schwierigen Lebensphasen können uns Ängste begleiten und aus Niedergeschlagenheit oder Energielosigkeit können depressive Verstimmungen werden. Angst und Depressivität sind bei Krebspatienten keine Seltenheit.

Die Wissenschaft bemüht sich, die Gründe und Zusammenhänge rund um dieses Thema zu verstehen. So wurde beispielsweise festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen Angst, Depressivität und nicht befriedigtem Informationsbedürfnis bei Darmkrebspatienten existiert (1). Die Betroffenen fühlen sich also nicht ausreichend mit Informationen rund um ihre Krankheit versorgt.
Diese Informationen können zum einen vom betreuenden ärztlichen Personal eingefordert werden. Geht es um fachliche Fragen, sollte dies immer die erste Adresse sein.

Zum anderen versuchen Begleiter wie mika, Betroffene mit Informationsmaterial aus unterschiedlichen Bereichen zu versorgen. Sich zusätzlich in den Weiten des Internets weitere Informationen zu suchen, kann hilfreich sein; hier ist jedoch auch Vorsicht geboten: Da die im Netz stehenden Inhalte nicht immer fachlich geprüft werden, sind hier auch Halbwahrheiten oder Fakten zu finden, auf deren Wahrheitsgehalt man sich nicht verlassen sollte. Seriöse Webseiten hingegen wie beispielsweise der Internetauftritt des Krebsinformationsdienstes (2) oder mika bieten Informationen zu unterschiedlichen Bereichen wie psychologischer Unterstützung, Krankheitsbewältigung, Sexualität, aber auch Angst, die von Fachleuten geprüft wurden. Beim Krebsinformationsdienst können Interessierte darüber hinaus individuelle Fragen per Mail oder Telefon an Fachpersonal stellen. Eine schwierige Lebensphase lässt sich mit klaren Informationen und beantworteten Fragen leichter bewältigen.

Die bereits angesprochene wissenschaftliche Untersuchung fokussierte sich auch auf den Zusammenhang zwischen Angst, Depressivität und psychosozialem Unterstützungsbedürfnis. Die Ergebnisse zeigen ein besonders hohes Bedürfnis nach Unterstützung von Patienten, die Merkmale von Angst und Depressivität aufweisen (1). Psychosozialer Unterstützung kommt im Krankheitsverlauf also eine besondere Bedeutung zu. Unter diesem Begriff versteht man die mentale Unterstützung von Familie, Partnern und Freunden. Doch nicht nur vertraute Personen können helfen (2):

  • Selbsthilfegruppen können den Austausch von Betroffenen erleichtern
  • Entspannungstechniken können unter fachlicher Anleitung erlernt und angewendet werden, um eine belastende Lebenssituation leichter zu meistern und zur Ruhe zu kommen
  • Psychoonkologische Unterstützungsangebote, kostenlose Beratungen und psychotherapeutische Begleitung ist häufig Teil des Verarbeitungsprozesses

Zögere nicht, Dir Unterstützung einzufordern – sei es mentale Unterstützung von Familie, Freunden oder Partner oder auch ganz konkrete Unterstützung, um tägliche Aufgaben zu bewältigen. Wenn Du das Bedürfnis hast, mehr über Deine Krankheit zu erfahren, informiere Dich beim betreuenden ärztlichen Personal. Individuelle Fragen kannst Du per Mail oder Anruf beim Krebsinformationsdienst stellen.

Unwissenheit kann Angst machen. Je mehr Dein Bedürfnis nach Informationen befriedigt wird, desto besser wird es Dir gehen.

Quellenangaben

  1. Ketterl, R. C. (2018). Der Zusammenhang von Angst und Depressivität mit den Bedürfnissen nach Information und psychosozialer Unterstützung bei Patienten mit kolorektalem Karzinom. Dissertation: Medizinische Fakultät Julius-Maximilians-Universität Würzburg. https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/frontdoor/index/index/docId/16143 [aufgerufen am 02.05.2020]
  2. https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/psychische-unterstuetzung.php [aufgerufen am 02.05.2020]
  3. Bildnachweis: © vchalup – stock.adobe.com

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