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Es gibt keinen
  Königsweg – es gibt nur DEINEN Weg!

Es gibt keinen Königsweg – es gibt nur DEINEN Weg!

Selbst zu bestimmen was passiert und Deine eigenen Entscheidungen zu treffen, kann Vorteile für Deine Genesung haben.

Nach Deiner Diagnose hast Du Dich möglicherweise gefragt: Wie soll ich das schaffen? Welches ist die richtige Strategie, meiner Erkrankung entgegen zu treten?

Es kann sein, dass Dir Dein Arzt, Partner und Familie, Freunde oder sonstige Menschen in Deinem Umfeld Tipps und Ratschläge geben, was aus deren Sicht empfehlenswert ist. Und zuätzlich findest du eine Vielzahl an gedruckten oder digitalen Ratgebern, die Dich auf Deinem Weg unterstützen wollen.

Wir möchten Dich darin bestärken, Dich umfassend zu informieren und Ratschläge nicht abzutun. Aber trotz allem letztendlich Deine eigene Entscheidungen zur Bewältigung Deiner Situation zu treffen.

Sich der Krankheit aktiv entgegenzustellen und fest an die Verbesserung Deiner Situation zu glauben kann Berge versetzen und die Therapien in Ihrer Wirkung unterstützen. Dabei ist es egal, ob Du eine Erstdiagnose hast oder ein Rückfall oder ein Fortschreiten Deiner Erkrankung Dich ereilt hat. Deine mentale Stärke und die Bereitschaft Deinen eigenen Umgang mit der Erkrankung zu finden kann im sprichwörtlichen Sinne Berge versetzen!

So verschieden wie wir Menschen äußerlich sind, so verschieden sind unsere Arten mit solchen Herausforderungen umzugehen. Was für Dich richtig erscheint kann bei anderen Patienten evtl. nur ein Kopfschütteln hervorrufen. Davon solltest Du Dich nicht beeindrucken lassen. Du bist einzigartig und darum kann auch Dein Weg einzigartig sein – aber genau richtig für Dich! Dabei gibt es kein „richtiges“ oder „falsches“ Verhalten.

Fragen, die Dich beschäftigen, könnten unter anderem Folgende sein:

Welche Behandlungen gibt es?

Was sind die Nebenwirkungen?

Wo möchte ich mich behandeln lassen (Klinik/niedergelassener Onkologe)?

Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf meinen Beruf?

Wie werden sich meine Freundschaften verändern?

Brauche ich Unterstützung für meine Familie?

Mit wem kann ich über meine Ängste sprechen?

Informiere Dich so genau, wie es für Dich wichtig ist. Denn nur, wenn Du die Fragen, die Dich explizit beschäftigen beantworten kannst, kannst Du auch für Dich passende Entscheidungen treffen. Trau Dich auch manches kritisch zu hinterfragen oder eine zweite oder dritte Meinung einzuholen. Die Ruhe, die sich einstellen wird, wenn Du hinter Deinen Entscheidungen stehst, wird Dir guttun und Dir bei der Genesung helfen.

Solltest Du Dich unsicher fühlen bei der Beantwortung der Frage: Wer kann mir außer Arzt, Familie und Freunde noch helfen? – kannst Du in Mika zum Thema Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen und zum Thema Psychoonkologie weitere Informationen finden.

Der Austausch in Selbsthilfegruppen kann eine Hilfe sein. Denn dort kannst Du Dich mit Menschen austauschen, die in der gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Situation sind, wie Du. Deren Herangehensweisen und Bewältigungsstrategien inspirieren Dich vielleicht eigenen Wege zu finden. Das Gefühl nicht der einzige Mensch auf der Welt in dieser Situation zu sein kann ebenso helfen. Dort musst Du manche Dinge nicht erst breit erklären. Ihr sprecht die selbe Sprache und redet über die gleichen Dinge – das kann sehr guttun.

Aber natürlich ist Dein familiäres Umfeld und Deine Freunde immer auch ein guter Ort über Deine Bedenken zu sprechen, Deine Gedanken zu teilen und über mögliche Fragen zu diskutieren. Die Menschen, mit denen Du eng verbunden bist und die Dich kennen werden dir sicher auch gerne für Gespräche zur Verfügung stehen.

Aber Du solltest immer auch hier nur Entscheidungen treffen, Wege einschlagen, hinter denen Du stehst. Menschen neigen dazu, bei Familie und Freunden schon mal lieber den eigenen Willen hinten an zu stellen. Aber Du machst gerade eine sehr besondere Zeit durch und da steht es Dir zu mehr auf Deine innere Stimme als auf die Deiner Lieben zu hören! Wenn Du das klar aussprichst, werden die anderen Dir auch sicher nicht böse sein und Verständnis zeigen.

Und in Sachen Partnerschaft und Sexualität wollen wir Dich auch ermutigen, keine Kompromisse einzugehen. Die Erkrankung, eine mögliche Operation oder die verschiedenen Therapien werden sicher all das im Gegensatz zurzeit vorher irgendwie verändern.

Sprich offen mit Deinem Partner und schaut gemeinsam, was für Euch jetzt gerade wichtig ist. Wenn Du nähere Informationen rund um das Thema: Dein Liebesleben weiter genießen! suchst, findest Du auch dazu in Mika geeignete Artikel.

Wir wünschen Dir viel Kraft und hoffen Dich mit unseren Artikeln und Beiträgen unterstützen zu können.

Quellenangaben

  1. Nagel, G., Schreiber, D., & Marschner, N. (2018). Prognostische Relevanz der Selbstwirksamkeitserwartung von Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium: Ein biopsychosoziales Mediatormodell. Deutsche Zeitschrift für Onkologie, 50(02), 66-76.
  2. Deck, R., Babaev, V., & Katalinic, A. (2018). Gründe für die Nichtinanspruchnahme einer onkologischen Rehabilitation. Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Patienten aus onkologischen Versorgungszentren. Die Rehabilitation.
  3. Heikenwälder, H., & Heikenwälder, M. (2019). Stress und Krebs. In Krebs-Lifestyle und Umweltfaktoren als Risiko (pp. 123-135). Springer, Berlin, Heidelberg.

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