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Erhalte Deine
  Lebensqualität! - Bestimme mit, wie Dein Weg durch die Erkrankung aussieht.

Erhalte Deine Lebensqualität! - Bestimme mit, wie Dein Weg durch die Erkrankung aussieht.

Du kannst ein Stück weit mitbestimmen, wie groß der Einschnitt in Deinem Leben ist, den die Erkrankung bewirkt. Sei mutig!

Im Zusammenhang mit Erkrankungen jeder Art kann es auch immer zu Einschnitten in der Lebensqualität kommen. Bei Patienten, die eine Krebsdiagnose erhalten haben befassen sich Forscher weltweit damit herauszufinden, wodurch die Lebensqualität eingeschränkt wird und welche Maßnahmen auch wieder eine Steigerung versprechen.

Das Wort „Lebensqualität“ alleine sagt Dir vielleicht noch nicht genau, was sich hinter diesem Begriff verbergen mag. Es ist auch ein sehr vielschichtiger Begriff, der sich auf quasi alle Lebensbereiche erstreckt.

Hier möchten wir Dir einen Einblick in die verschiedenen Nuancen von Lebensqualität geben und Dir Angebote machen, die Dir helfen können, diese wiederzuerlangen oder zu steigern. Denn auch während Deiner Erkrankung kannst Du aktiv dazu beitragen, dass es Dir mental gut geht.

Lebensqualität – wie das Wort schon vermuten lässt – zieht sich durch alle Bereiche Deines „Lebens“ und „Erlebens“. Dabei kann es um ganz alltägliche Dinge wie Dein Aussehen, Dein Essen, Sport, soziales Miteinander, Genuss, Entspannung, Partnerschaft, die Nebenwirkungen Deiner Behandlung oder Freizeitaktivitäten gehen.

Die Therapien können Dein Äußeres verändern. Sich damit auseinanderzusetzen und es als Meilenstein anzusehen, der zum Genesungsprozess dazu gehört, ist eine Herausforderung, vor der Du stehen magst. Es steht Dir zu, dass Du vielleicht mit Narben, Haarausfall oder Hautveränderungen haderst. Aber wir wollen Dir Mut machen, die Sache offensiv anzugehen, Dir Hilfe beim Pflegen Deines Körpers, beim Schminken, der Mund- und Zahnpflege und anderen Tipps rund um Deinen Körper und Dein Aussehen zu geben. Ein positives Körpergefühl zu entwickeln kann Dich bei der Therapie sehr unterstützen. Du findest in unserer App zahlreiche Artikel zu diesen Themen.

Hierbei kann es auch hilfreich sein, Dich Freunden und Familienangehörigen anzuvertrauen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, die Dir Deinen Körper wieder zum Freund werden lassen.

Der Austausch mit anderen Patienten, die gerade die gleiche Behandlung wie Du erleben oder die Geschichten von Menschen, die die Krankheit bereits besiegt haben können Dir womöglich auch Inspiration und Unterstützung sein.

Der Genuss von alltäglichen Dingen kann auch dazu beitragen, Deine Lebensqualität zu steigern. Etwas Leckeres zu essen, mit Freunden zu kochen oder kühle Getränke zu genießen kann die Stimmung heben und Dein Wohlbefinden steigern. Um Dich zu inspirieren haben wir in der Kategorie Ernährung und Rezepte Link Informationen rund um das Thema und natürlich auch schmackhafte Koch- und Backvorlagen für Dich zusammengestellt. Ein guter Geschmack auf der Zunge und ein wohliges Gefühl im Bauch nach einer gelungenen Mahlzeit sind sicherlich Dinge, die Dir die Zeit angenehmer gestalten können.

Wenn man Dir keine Bettruhe verordnet hat, dann ist es auch immer gut, wenn Du Deinen Körper im Rahmen Deiner Möglichkeiten bewegst. Die Aktivierung aller Muskeln, Knochen und Gelenke zeigt positive Effekte auf Dein Immunsystem und ist stimmungsfördernd. Wenn Du spürst, dass Du trotz der Erkrankung bestimmte Leistungen bringen kannst, kann Dir ein Gefühl von Zufriedenheit und Hoffnung geben. Natürlich solltest Du Dich immer mit Deinem behandelnden Arzt abstimmen und Dir sagen lassen, welche Sportarten, Bewegungen eher für Dich geeignet sind. Aber ein generelles Sportverbot besteht nur in den seltensten Fällen. Forschungsstudien konnten sogar belegen, dass es in fast allen Bereichen der Erkrankung ratsam ist, körperlich aktiv zu sein. Dabei geht es von der besseren Wirkung von Medikamenten, über eine effektivere Wundheilung bis hin zu kürzeren Leigezeiten nach Eingriffen – um nur einige zu nennen. In der Kategorie Bewegung haben wir noch weitergehende Informationen für Dich zusammengestellt.

Aktivität bedeutet aber nicht zwangsläufig immer, dass Du sportlich aktiv sein musst. Tue Dinge, die Dir Freude bereiten. Das kann ein Besuch bei einem Freund sein, ein Konzert, ein Spaziergang an der frischen Luft, eine Tasse Kaffee im Lieblingscafé oder ähnliches. Sich abzulenken, auch die schönen Dinge des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren und ein Stück weit dem Schicksal zu trotzen kann guttun. Nebenwirkungen von Deinen Therapien kannst Du vielleicht eine Zeit lang vergessen oder sie treten ein Stück zurück, wenn Du etwas Schönes unternimmst oder Zeit mit netten Menschen verbringst.

Aber es kann auch sein, dass Deine Lebensqualität sich sehr danach richtet, wie gut Du von Deinem sozialen Umfeld aufgefangen wirst oder wie sich Deine Partnerschaft nach der Diagnose gestaltet. Es ist gut und verständlich, wenn Du auch jetzt Wert darauf legst, dass Deine sozialen Beziehungen im Gleichgewicht sind. Aber Du hast auch das Recht in dieser Zeit mehr auf Dich und Deine Bedürfnisse zu achten. Es ist eine herausfordernde Zeit und man weiß, dass es förderlich für den Therapieverlauf ist, wenn Du zufrieden und ausgeglichen bist. Es wird sicher so sein, dass die meisten Deiner Bekannten, Freunde und Familie Dich unterstützen möchten und nur um Dein Wohl besorgt sind. Aber natürlich haben auch sie möglicherweise Fragen, Berührungsängste oder brauchen Zeit, sich auf die veränderte Situation einzustellen. Offene Gespräche können hier im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen und Euch wieder aufeinander zugehen lassen. Auch der offene Umgang in Bezug auf Deine Erkrankung mit Kindern in Deinem Umfeld ist ratsam. Sie sind gute Zuhörer, stellen andere Fragen als die Erwachsenen, teilen ihre Sorgen offen mit und haben oft ein sehr gutes Gespür dafür, was Dir guttun kann.

Aber nicht zuletzt steht es Dir auch zu, Dich von denen fern zu halten, die Dich runterziehen, nicht ernst nehmen oder Dir in sonstiger Weise ein unbefriedigendes Gefühl vermitteln. Lebensqualität beinhaltet das Wort „Qualität“ und die erreichst Du nicht, wenn Du Dich mit Leuten umgibst, die Du lieber für eine gewisse Zeit meiden würdest.

Die jetzige Zeit ist mit Sicherheit auch mit Deinem Partner eine Zeit der Veränderung. Ihr müsst evtl. altbewährte Rollen neu aufteilen, weil die eingespielten Muster, die Euch bis jetzt begleitet haben nun gerade nicht mehr greifen. Um die Lebensqualität zu steigern könnt Ihr aber versuchen, diese Aufgabe auch als Chance für ein neues Kennenlernen und ein Verändern der bisherigen Beziehung zu nutzen. Dies kann spannend sein und vielleicht schafft Ihr es ja dies als Challenge zu sehen. Die Möglichkeit bekannte Wege zu verlassen, sich neu kennenzulernen und sich gemeinsam auf die aktuelle Situation einzustellen kann Euch zusammenschweißen.

Es ist auch durchaus möglich, dass sich Eure Sexualität durch die Diagnose verändert. Hier gilt natürlich auch wieder, dass Du nur das zulassen solltest, was Dir gefällt. Trotzdem kann es auch eine Zeit der Veränderungen sein und Ihr könnt gemeinsam vertraute Pfade verlassen und Euch neu entdecken. Krebs zu haben bedeutet nicht zwangsläufig auf eine befriedigende Sexualität verzichten zu müssen. Auch hier können offene Gespräch sicher viel Unsicherheit und Fragen klären. Deine Lebensqualität wird sicher positiv gesteigert, wenn Du Dich geliebt und begehrenswert fühlst und merkst, dass Du auch weiterhin attraktiv für Deinen Partner bist.

Zusammenfassend möchten wir Dir noch einmal Mut machen, Deine Krankheit anzunehmen als etwas, was Du nicht zu verantworten hast und mit dem Du trotzdem jetzt eine Zeit lang leben musst. Bleib neugierig auf das Leben und probier neue Dinge aus. Lern Dich und Deine Bedürfnisse besser kennen und versuch Dir die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Sicher wird es auch Tage geben, an denen Dir das nicht so leichtfällt. Aber immer wieder neu zu versuchen, positive Momente zu erleben, Dir das Leben zu versüßen, zu Lachen und Dich an den Dingen des täglichen Lebens zu freuen ist eine schöne Aufgabe, der Du Dich stellen kannst.

Quellenangaben

  1. Galway, K., Black, A., Cantwell, M., Cardwell, C. R., Mills, M., & Psychosocial, D. M. (2017). Psychosoziale Interventionen zur Verbesserung der Lebensqualität und des emotionalen Wohlbefindens bei neu diagnostizierten Krebspatienten.
  2. Kindler, A. (2019). Einfluss der präoperativen Lebensqualität auf das postoperative Outcome onkogeriatrischer Patienten (Doctoral dissertation).
  3. Sonnenschmidt, R. (2017). Niemand ist nur krank. Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift, 12(04), 24-28.

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