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Deine Erkrankung gut bewältigen! Du kannst das schaffen!

Deine Erkrankung gut bewältigen! Du kannst das schaffen!

Mit der Diagnose bist Du nicht allein. Lies hier weiter, um zu erfahren, wie Du die Erkrankung bewältigen kannst und wer Dir hilft.

„Es sind doch immer die anderen, die an Krebs erkranken“ oder „Mir passiert das nicht“ ... und dann ist da dieser Moment, in dem Dir der Arzt sagt, dass Du Krebs hast und es überhaupt nicht glauben kannst. In dem Moment fahren die Gefühle Achterbahn. Alles ist dabei. Wut, Verzweiflung, Trauer, Hilflosigkeit, Angst und noch so vieles mehr, was erst einmal kaum in Worte zu fassen ist. Ab da beginnt die Beschäftigung mit dem, was kommen soll, wie man damit umgeht – mit der Diagnose, der Behandlung, den Nebenwirkungen, dem Job, der Familie, den Freunden...

Wie Du mit Deiner Diagnose umgehst, liegt an Dir und Deinem Umfeld. Nur eines ist klar, es gibt keinen idealen Weg, es gibt aber immer Deinen Weg und der ist richtig. Wie Du mit Deiner Erkrankung umgehst, kannst Du nur für Dich selbst herausfinden. Ein paar Tipps gibt es, die Dir bei der Bewältigung der Diagnose und der Behandlung helfen können:

1. Informiere Dich!

Eine Diagnose geht mit viel Unsicherheit und Ungewissheit einher. Daher ist es umso wichtiger, Informationen zu sammeln, um zu verstehen was passiert und damit besser umgehen zu können. Die wichtigsten Informationen bekommst Du von Deinen behandelnden Ärzten. Sie sollten Dich so gut wie möglich über die Diagnose an sich aufklären, Deine spezielle Krebsart, Deine Aussichten, Deine Untersuchungen und Behandlungen und die zu erwartenden Nebenwirkungen. Wenn Du selbst nicht in der Lage bist alle wichtigen Fragen zu stellen, dann nimm eine vertraute Person mit zu dem Arztgespräch. Manchmal ist es auch gut, ein paar Ohren mehr dabei zu haben, um alles zu hören. Schreib Dir wichtigen Fragen auf, bevor Du den Termin beim Arzt hast, damit Du nichts vergisst. Einen Hinweis noch: Versuche die Informationen wirklich bei Deinen betreuenden Ärzten einzuholen. Deine Diagnose zu googlen bringt meist nur noch mehr Unsicherheit– also lass lieber die Finger davon.

Besser ist es, bei den Experten nachzufragen oder schau hier bei Mika nach Informationen zu suchen. Diese sind alle faktenbasiert und von Experten geprüft.


2. Gib die Hoffnung nicht auf!

Eine Diagnose zu bekommen ist schmerzhaft, dennoch gibt es für viele Krebsarten mittlerweile gute Behandlungsansätze. Damit hast Du auch gute Chancen wieder gesund zu werden und den Krebs zu besiegen. In so einer Situation aktivieren Menschen ihrer Widerstandskräfte und fangen an zu kämpfen. Das Gefühl der Hoffnung kann auch deine Behandlung positiv beeinflussen und zu besseren Erfolgen in der Therapie führen (z.B. weniger Nebenwirkungen).


3. Familie und Freunde sind für Dich da!

Um die eigenen Ängste und die Hilflosigkeit zu bewältigen hilft es, mit der Familie und den Freunden zu sprechen. Familienmitglieder und Freunde stehen Dir sicher am nächsten. Sie können Dir durch Hilfe im Alltag aber auch durch Gespräche helfen, mit der neuen Situation umzugehen. Viele psychologische Studien haben gezeigt, dass die Unterstützung durch einen Partner sich positiv auf die Genesung auswirken kann. Das heißt, dass Menschen durch die Unterstützung ihres Partners schneller wieder gesund geworden sind.

Ein weiterer Weg, Dir soziale Unterstützung zu holen sind auch Gespräche mit anderen Betroffenen. Diese kannst Du in Selbsthilfegruppen finden, mit Freunde oder Verwandten, die ähnliche Erfahrungen haben oder mit anderen Patienten, die Du während der Therapie kennengelernt hast. Auch Chaträume oder Foren können hilfreich sein, wenn es darum geht sich über Erfahrungen auszutauschen. Hierbei solltest Du aber immer auch Stück weit Vorsicht walten lassen. Manche dieser Foren können Dich auch verunsichern oder Dir zu viele negative Aspekte vor Augen führen.

Dann empfiehlt es sich einfach den Chatraum zu verlassen und sich mit schöneren Dingen zu befassen. Pass auf Dich auf!


4. Tue, was Dir guttut
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Die Zeit nach der Diagnose kann herausfordernd sein, weil sich auf einmal so viele Dinge verändern und Deine Erkrankung im Mittelpunkt steht. Um mit der Anspannung, dem Stress und all den Veränderungen im Leben umzugehen, haben sich Entspannungsverfahren als hilfreich erwiesen. Du kannst aus einer Vielzahl an Möglichkeiten schöpfen, um den Stress zu verringern. So gibt es Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung, Mediation aber auch Yoga kann hilfreich sein. Es kann auch förderlich für die eigene Gesundheit sein, eine begleitende Psychotherapie zu machen. Hier lernst Du die Ängste zu bewältigen und kannst Deine neue Lebenssituation mit jemandem besprechen, der nicht zur Familie oder den Freunden gehört.


5. Lebe!

Durch die Krebsdiagnose kann sich auch Dein Blick auf das Leben verändern. Bestimmte Dinge werden wichtiger oder verlieren ihre Bedeutung. Nicht selten geht eine Diagnose auch mit Veränderungen im Privatleben einher, da Deine eigenen Bedürfnisse wichtiger werden und Du dein Leben überdenkst. Es kann auch zu Diskussionen mit dem Partner kommen. Auch hier ist wichtig, dem anderen die eigenen Bedürfnisse mitzuteilen. Was ist Dir gerade wichtig? Was möchtest Du gern machen – entweder allein oder auch gemeinsam mit Freunden, dem Partner oder der Familie? Sprich darüber, was Dir wichtig ist und wie ihr diese Situation zusammen angeht. Diese Zeit der Veränderung kannst Du nutzen, um Dir Dinge zu suchen, die Du schon immer mal machen wolltest (z.B. auf ein Konzert gehen, ein Hobby beginnen, Freunde treffen, eine bestimmte Sportart anfangen etc.). Suche Dir Aktivitäten, die Dir in dieser Zeit Energie und Freude bringen, damit Du gut durch die Therapie kommst.

Wenn Du weitere Tipps zum Thema Mentale Gesundheit suchst, dann findest Du diese hier in Mika! Stöber doch einfach ein wenig danach!

Viel Spaß!

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