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Bewegung zur Unterstützung während und nach Darmkrebs

Autor: M.Sc. Patrick Hartmann • Fachliche Prüfung: Dr. Clemens Seidel
Lesedauer ca. 4 Minuten

Bewegung fördert das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Gesundheit – auch jetzt während Deiner Behandlung

Es ist weitläufig bekannt, dass Bewegung das Wohlbefinden, die Lebensqualität und Gesundheit steigern.
Dies ist auch während und nach einer Darmkrebserkrankung der Fall!

Aus Unsicherheit und Angst etwas falsch zu machen, reduzieren jedoch viele ihr Bewegungsverhalten.

Versuche aktiv zu bleiben oder nutze alle Situationen, um aktiv zu werden. Führe ein bewusstes regelmäßiges Bewegungsprogramm durch.
Lasse Dich auch von einer momentanen Müdigkeit nicht davon abbringen.
Regelmäßige Bewegung ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwiesenermaßen förderlich für Dich.

Ein Übungsprogramm kann beispielsweise aus Kräftigungs- und Dehnübungen bestehen.

  • Führe Kräftigungsübungen immer langsam aus und versuche ruckartige Bewegungen zu vermeiden.
  • Atme während der anstrengenderen Phase aus und bei der Rückbewegung ein.
  • Neben Übungen mit dem eigenen Körpergewicht können kleine Hilfsmittel, wie zum Beispiel ein Gummiband Deine Übungsmöglichkeiten erweitern.
  • Dehnübungen solltest Du nur bis zu einem deutlich wahrnehmbaren Ziehen ausführen.
  • Aber auch Bewegung an der frischen Luft, wie zum Beispiel spazieren gehen, Nordic Walking oder Radfahren sind gute Möglichkeiten in Bewegung zu kommen.
  • In Mika findest Du noch weitere Informationen und Artikel zum Thema und Übungen, die Du machen kannst.

Zum einen wirst Du merken, dass es Dir zu einem besseren Körpergefühl verhelfen wird, zum anderen hilft es Dir aber auch, um mit seelischen Beschwerden wie Angst, Verzweiflung und Depression besser zurecht zu kommen.

Es kann Deine Therapie unterstützen und dabei helfen, Deinen Körper widerstandsfähiger gegen Deine Erkrankung zu machen.
Studien geben sogar Hinweise darauf, dass durch Bewegung das Rückfallrisiko bei Darmkrebs langfristig vermindert werden kann.

Auch nach einer Operation ist in den meisten Fällen Bewegung zu empfehlen.
Diese solltest Du zunächst jedoch etwas geringer dosieren, damit die Wunden gut heilen.
Vermeide es, schwere Gewichte zu heben und intensive körperliche Belastungen, wie sie beispielsweise bei Gartenarbeiten vorkommen können.
Probiere aus, was Dir guttut und was Du gut umsetzten kannst. Binde dann diese Art von Bewegung gezielt in Deinen Alltag ein.

Wenn Du Dir unsicher bist, dann stimme Dein Bewegungsprogramm am besten mit Deinem Arzt ab. Er kann Dir sagen, ob es irgendwelche Einschränkungen für Dich gibt und worauf Du achten solltest.
Im Allgemeinen ist es wichtig, dass Du die „richtige“ Bewegung für Dich findest. Das heißt, sie muss Dir Spaß machen!

So wird es Dir bedeutend leichter fallen, sie regelmäßig und über einen längeren Zeitraum durchzuführen.
Beginne zunächst nur mit wenigen Übungen (1-3 Übungen) oder einer kurzen Dauer (max. 10 Minuten) und steigere den Umfang ganz allmählich.
Keinesfalls solltest Du Dich überfordern, sondern die Signale Deines Körpers beachten.

Die Bewegung soll eine sinnvolle Ergänzung sein und niemand erwartet Höchstleistungen von Dir.

Wir wünschen Dir viel Spaß dabei!

Quellenangaben
  1. (2018). Bewegung bei Darmkrebs – Darmkrebszentrale. [online] Verfügbar unter: https://darmkrebszentrale.de/leben-mit-darmkrebs/bewegung/ [Accessed 3 Jul. 2018].
  2. Riemann, J. F., & Ebert, M. (2017). Positionspapier: Sport (Bewegung) und (Darm-) Krebs. In Forum (Vol. 32, pp. 187-191).
  3. Schneider, V. (2017). Bewegung. In Gesundheitspädagogik (pp. 291-304). Springer VS, Wiesbaden.
  4. Schmidt, K., & Banzer, W. (2017). Bewegung und onkologische Erkrankungen. In Körperliche Aktivität und Gesundheit (pp. 225-247). Springer, Berlin, Heidelberg.
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